„Heute nicht.“
Ein Satz, der nur bedeutet:
Ein bewusster Tag für die eigene Aufmerksamkeit.
Hier nur Information. Keine Organisation, keine Registrierung, keine Aufforderung.
Nur Gedanken darüber, wie digitale Plattformen unseren Alltag formen – und wie ein kurzer Abstand neue Klarheit schaffen kann.
"Big things have small beginnings"

Mein fantastischer Social Media Streik
Mein fantastischer Social Media Streik
Ein Vorschlag. Ein Selbsttest. Ein Kunstgriff.
Am
22.2.26 mache ich 24 Stunden Social-Media-Pause.
Nicht aus Sucht, ich nutze das Zeug kaum.
Sondern weil ich sehe, was es mit anderen macht. Mit Jugendlichen. Mit Erwachsenen. Mit ganzen Gesellschaften.
Wir reden dauernd von Ohnmacht. Dabei sind wir der Markt. Unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit, unsere Watchtime, das ist die Währung.
Was passiert, wenn wir sie einen Tag lang entziehen?
Vielleicht nichts.
Vielleicht alles.
Vielleicht merken wir, wer wir ohne Feed sind.
Vielleicht merken die Plattformen, wer hier wirklich die Macht hat.
Es ist kein Aufruf.
Es ist ein Selbsttest.
Aber ein Selbsttest, der millionenfach gleichzeitig passieren kann.
Mein fantastischer Social Media Streik.
24h - heute nicht. Am 22.2.26.
-----------------------------
Es ist nur ein Tag – aber er könnte der Anfang sein
Ein Tag Pause rettet nicht die Welt.
Aber er kann ein Signal senden.
Wir starten nicht mit Forderungen.
Wir starten mit Haltung.
Wir sammeln uns, bevor wir sprechen.
Wir schaffen ein neues Gewicht im Plattformgefüge.
Unsere Botschaft ist einfach:
Wir können wiederkommen.
Wir können wiederholen.
Und wir können wachsen.
Was wir wollen, entsteht im Gemeinsamen:
Ein digitales Miteinander, das nicht auf Maximierung, Manipulation oder ideologische Verzerrung optimiert ist.
Am Ende zählt nur eines:
Mit uns Nutzern könnt ihr rechnen.
Und wenn es sein muss - auch mit unserer Abwesenheit.
My Fantastic Social Media Strike.
My Fantastic Social Media Strike.
A proposal. A self-test. An artistic gesture.
On February 22, 2026, I’m taking a 24-hour break from social media.
Not out of addiction. I hardly use the stuff.
But because I see what it does to others. To teenagers. To adults. To entire societies.
We constantly talk about powerlessness. Yet we are the market. Our time, our attention, our watch time that is the currency.
What happens if we withdraw it for one day?
Maybe nothing.
Maybe everything.
Maybe we notice who we are without a feed.
Maybe the platforms notice who really holds the power here.
This is not a call to action.
It’s a self-test.
But a self-test that can happen millions of times at once.
My Fantastic Social Media Strike.
24H - not today. On February 22, 2026.
-------------------------
It’s only one day - but it could be the beginning
One day off will not save the world.
But it can send a signal.
We do not begin with demands.
We begin with posture.
We gather ourselves before we speak.
We shift the weight in the platform landscape.
Our message is simple:
We can return.
We can repeat.
We can grow.
What we want will emerge collectively:
A digital coexistence not optimized for maximization, manipulation, or ideological distortion but one that treats human connection as a possibility.
In the end, only one thing matters:
You can count on us users.
And if necessary - you can count on our absence.
Mein fantastischer Social Media Streik - Text1
Mein fantastischer Social Media Streik
Ein Selbsttest für alle.
Gerne Copy & Paste.
Mein fantastischer Social Media Streik. 24 Stunden kein Social Media.
Klingt banal, einfach, aber genau das interessiert mich: Schaffen wir das wirklich?
Ehrlich gesagt: Ich nutze Social Media kaum. Ich habe zwar einen Facebook-Account seit zehn Jahren und Instagram seit zwei, aber ich nutze das eigentlich nur zur Beobachtung, anthropologisch, nicht emotional.
Ich lese lieber. Oder streame. Ja, ich schaue sogar noch lineares Fernsehen und denke dann: „Zwei Millionen sehen jetzt exakt daselbe wie ich.“
Social Media langweilt mich meist. Ich nutze die Vorteile, die tatsächlich immens sind, von brillanten Erklärvideos bis zu Klavierkonzerten, aber ich erkenne Müll schnell, und schalte ohne jede Reue ab.
Mein fantastischer Social Media Streik wird mir also nicht schwerfallen. Ich mache das auch nicht für mich. Und doch, ich mache es genau für mich. Weil ich sehe, wie sich meine Umgebung verändert. Wie sich Menschen verändern. Weltweit. Denn viele können eben nicht mehr abschalten. Sie bleiben kleben. Auf TikTok, auf Shorts, in den Endlos-Algorithmen.
Und das betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche unter 16, obwohl die besonders gefährdet sind. Viele wachsen in einer Umgebung auf, in der Dinge, die für mich selbstverständlich sind, schlicht nicht mehr gelernt werden. Wer sein Leben über Apps organisiert, ist vielleicht kurzfristig schlau, aber ohne Überblick. Und das sehe ich inzwischen generationenübergreifend.
Dazu kommt die Sucht. Ja, Sucht. Hauptsächlich bei Jugendlichen. Das Smartphone muss ich ihnen mittlerweile aus der Hand reißen, anders geht ein Aufhören nicht mehr. Sie starten immer ganz unschuldig und enden bei Shorts. Und dort, ganz ehrlich, sehe ich Dinge, die mich zuverlässig an die Grenze der Übelkeit bringen. Egal ob „echte“ Influencer oder KI-generierter Ramsch.
Hat denen eigentlich niemand gesagt, dass man an ihrer einfachen Sprache ihr einfaches Denken erkennt? Sprache muss nicht komplex sein, aber vielleicht ein Hauch Feinfühligkeit. Ein Funken Reflexion. Stattdessen: Dauerpubertät. Wichtigtuer. Endlose Clips von Menschen, die offenbar unendlich Zeit haben, um nichts zu sagen und das dann auch noch selbstbewusst festzuhalten.
Ich streike also aus gesellschaftlichen Gründen, nicht aus persönlicher Sucht. Bei mir ist da nichts zu holen. Obwohl… KI ist schon geil. Sie kann Zeit sparen, kostet mich aber meistens mehr. Sie macht großartigen Feinschliff, ja. Aber die guten Ideen, die wichtigen Punkte außerhalb der Muster, die muss ich immer noch selber bringen. Sonst wird es sehr schnell sehr flach.
Noch. Das wird sich ändern…
Seit Jahren höre ich Expertinnen und Experten über die Folgen sprechen: die Polarisierung ganzer Gesellschaften. Das Draufschlagen aus der Deckung der Anonymität. Die Eskalationslogik, die sich längst verselbstständigt hat.
Anonymität, ist das nicht eigentlich grob fahrlässig, dass man das so laufen lässt?
Nehmen wir das Beispiel Airbnb. Hier muss sich zum Schutze aller jeder legitimieren. Technisch und formal kein Thema. Warum nicht ebenso bei Social Media? Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. Wir brauchen viele kleine Schritte, das ist realistisch und geht schnell. Die großen Schritte, die alles abdecken, dauern viel zu lange. Das ist ein Versagen oder Träumen unserer Politiker.
Klar ist: Es muss sich etwas ändern.
Wenn Gesetze es nicht schnell genug richten - und das tun sie nicht -, dann müssen wir Nutzer aktiv werden. Wir sind in diese Verblödungsmaschine geraten, weil wir uns so verhalten, wie wir uns verhalten: unkritisch, getrieben, hypnotisiert von Schwarmpsychologie. Und wir denken fatalistisch: Ich kann ja doch nichts ändern.
Aber das ist der Fehler:
Wir selbst sind der Markt. Wir sind die Klicks. Die Watchtime. Die Reichweite. Unser Verhalten IST das Geschäftsmodell.
Wenn wir nicht mehr mitspielen, kippt das System. Ohne Werbung kein Milliardenimperium.
Das würde man in Kalifornien und Shenzhen sehr schnell merken – viel schneller, als Brüssel eine Abstimmung ansetzt.
Wir sind also nicht machtlos. Wir sind nur unorganisiert.
Und dann stelle ich mir vor, was passiert, wenn eine Million Menschen genau dasselbe tun.
Eine Million Menschen entscheiden sich individuell, aber gleichzeitig, für ihren eigenen fantastischen Social Media Streik.
CopyPaste - aber auf persönliche Art.
So entsteht die erste „Gewerkschaft der Nutzer“.
Unsere einzige Forderung: 24h nichts tun. Eine extrem angenehme Maßnahme, um den Kopf freizubekommen. Und ein solidarischer Akt: Diejenigen, die noch abschalten können, helfen denen, die es nicht mehr können.
Aber sind Social-Media-Plattformen überhaupt noch nur Geschäftsmodelle? Wenn Plattform-Chefs Seite an Seite mit Regierungen stehen? Wenn die nationale Sicherheitsstrategie der USA plattformbasierte Einflussnahme explizit erwähnt?
Wir sind längst in einer Phase, in der mentale Territorien erobert werden.
Neue Frontlinien gezogen werden. Digitale Schlachten geschlagen werden, zuerst unsichtbar, dann politisch.
Und das ist erst Generation 1.
Generation 2 steht bereit: persönliche KI-Assistenten.
Psychologisch präziser als 100 Therapeut*innen gleichzeitig.
Verführerisch, hilfreich und loyal nicht zu uns, sondern zu denen, die sie gebaut haben.
Wenn das passiert, ist es zu spät. Dann handelt die Masse pseudo-demokratisch exakt so, wie die Herren der Plattformen es konfigurieren.
Wir brauchen also sehr schnell eigene Plattformen.
Wir müssen nicht bei null anfangen, vieles existiert bereits.
Signal statt WhatsApp, wäre ein Anfang. Das Gegenteil ist der Fall: Immer mehr deutsche Unternehmen verlegen ihren Service und die Kommunikation auf WhatApp. Zuckerberg wertet dies alles aus, dass muss klar.
Und ja, liebe Regierung, was wirklich sehr wichtig wäre und nur viel zu klein gedacht passiert:
Ein paar richtig große, schnelle Rechenzentren in öffentlicher Hand wären hilfreich. Damit Start-ups hierzulande nicht permanent gegen amerikanische Infrastrukturen anrennen müssen. Es geht um digitale Souveränität, nicht um Komfort. Geld darf dabei keine Rolle spielen! Es ist ja vorhanden, gerne auch als Sondervermögen. Es geht um kritische Infrastruktur. Was geben wir in anderen Bereichen aus, die deutlich weniger Relevanz auf unsere gute Zukunft haben. Was nutzt uns das beste Straßennetz, wenn eine KI in Zukunft vorgibt, wie wir zu leben haben?
Die KI wird unterschätzt. Wieder einmal. Selbst wenn sie mal ein, zwei Jahre stolpert. Die Richtung ist klar. Sie will unser Denken übernehmen. Nicht aus Bosheit, sondern weil wir glauben und/oder weil uns gesagt wird, dass wir effizienter werden zu müssen. Das stimmt aber nicht. Effizienz macht nicht glücklich. Das Gegenteil ist der Fall.
Wir haben drei Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl. Wer das nicht ernst nimmt, hat die letzten zehn Jahre verpasst.
Warum ich das alles so sehe? Weil ich dabei war, als die digitale Welle anfing. Als Manager bei AOL Deutschland. Damals, als AOL Inc. das wertvollste Unternehmen der Welt war. Ich habe gesehen, wie schnell die Amerikaner die neuen Strukturen angenommen haben. Zehn Jahre vor uns. Und heute sehe ich dort die Eskalation: Wut. Spaltung. Der Verlust des Normalen. Nicht wegen Arm und Reich. Das gab es immer. Nein: Das kommt aus dem Netz. Subjektiv? Ja. Aber manche subjektiven Beobachtungen sind zu konsistent, um sie zu ignorieren.
Und dann bin ich ja auch noch Künstler. Aus dieser Perspektive wird mein fantastischer Social Media Streik zu etwas anderem: Ein Konzeptkunstwerk. Ein gigantisches, dezentrales, unsichtbares Monument. Die Gesellschaft als Material. Beuys würde grinsen.
Ein Kunstwerk aus Millionen Mal Nichtstun.
Das wäre fantastisch.
Mein fantastischer Social Media Streik.
24h – heute nicht. Am 22.2.26.
Mein fantastischer Social Media Streik - Text2
Mein fantastischer Social Media Streik
Ein Tag Pause. Ein Signal. Vielleicht der Anfang.
1. Warum ich streike – und warum das alle betrifft
Dies ist kein Streik im herkömmlichen Sinn.
Wir gehen nicht auf die Straße. Wir tragen keine Plakate. Wir unterschreiben keine Petition.
Was hier entsteht, ist etwas anderes:
Mein fantastischer Social Media Streik beginnt mit einem einfachen Bekenntnis: Ja, ich lese und sehe noch die „alten“ Leitmedien - auf Papier und Screen. Und ja, mir fällt dieser „Streik“ deshalb nicht schwer. Und ja, ich mache es eigentlich nicht für mich. Und ja, ich mache es gerade deswegen für mich: weil ich möchte, dass echte Kommunikation und echter Journalismus überleben. Ohne vorherige algorithmische Wutkurvenberechnung in Kalifornien oder sonstwo.
Und ja, Social Media und KI eröffnen fantastische Chancen – für Individuen, Gesellschaften, vielleicht sogar die gesamte Welt.
Und ja, die „alten“, aber nicht altmodischen Leitmedien analysieren seit Jahren geduldig und mit bewundernswerter Ausdauer die strukturellen Probleme der Plattformen.
Und nein, geholfen hat all das bislang kaum.
Im Gegenteil: KI, Deepfakes und immer präzisere Verhaltensmodelle beschleunigen den Zerfall. Kleine, laute Gruppen blasen sich zu Ersatz-Leitmedien für Menschen ohne Vertiefungswillen auf.
Unterhaltsam? Manchmal.
Ungefährlich? Nicht im Geringsten.
Das U16-Verbot in Australien hat die Diskussion neu entfacht. Gut so.
Aber aus meiner Sicht – der eines Künstlers, der eines alten Digital-Menschen – bleibt diese Diskussion grotesk unterambitioniert. Die Fakten liegen seit Jahren auf dem Tisch. Wiederholung macht sie nicht wirksamer.
Denn: Das Problem ist nicht nur U16.
Es ist auch Ü16, und vor allem Ü18 – also diejenigen, die wählen.
Mehr dazu in den Hintergrundinformationen.
Die Wahrheit ist fast schmerzhaft banal:
Wenn wir darauf warten, dass Politik, Regulierer oder Plattformkonzerne dieses Problem lösen, wird es zu spät sein.
Wir Nutzer müssen selbst handeln.
Nicht mit moralischen Manifeste-Marathons, sondern mit radikaler Einfachheit:
Nicht mehr mitmachen.
Nichts tun.
Ein Tag kompletter Ausstieg.
Mein fantastischer Social Media Streik ist ein Selbsttest, ein Systemcheck, ein leiser Belastungstest für die eigene digitale Autonomie:
Kann ich überhaupt noch aufhören?
Erst einmal 24 Stunden, an einem festen Tag.
Falls nötig: länger.
Manche werden mühelos durchhalten.
Andere nicht.
Und genau darin liegt die eigentliche Diagnose:
Was sagt das über uns?
Und dann stelle ich mir etwas vor:
Was passiert, wenn eine Million Menschen genau dasselbe tun?
Eine Million persönliche Entscheidungen – aber gleichzeitig.
Eine Million Versionen von: „Mein fantastischer Social Media Streik.“
Ein Tag ohne Scrollen. Ohne Wischen. Ohne algorithmische Weltinterpretation.
2. Wie wir unsere Macht zurückholen
Eine Million Mal „mein fantastischer Social Media Streik“.
Das wäre fantastisch. Das wäre Macht.
Nicht symbolische, sondern rechnerische Macht.
Denn Plattformen verstehen nur eine Sprache: Nutzerdaten und Werbeeinnahmen.
Nicht jammern, nicht schimpfen, nicht auf die Politik zeigen:
Wir sind der Markt.
Wir sind die Klicks.
Wir sind die Watchtime.
Wir sind das Geschäftsmodell.
Wenn wir nicht mehr mitspielen, verändert sich etwas.
Ohne Werbung kein Milliardenimperium.
Und ja:
In Kalifornien und Shenzhen würde man es merken – viel schneller, als Brüssel braucht, um ein Komma in einer Verordnung zu verschieben.
Wir sind also nicht machtlos.
Wir sind nur unorganisiert.
Doch mittlerweile, wo Plattform-Chefs Schulter an Schulter mit Regierungen auftreten, stellt sich eine andere Frage:
Geht es überhaupt noch primär ums Geschäft?
Wenn die nationale Sicherheitsstrategie der USA Social Media als Werkzeug der Einflussnahme benennt – reden wir dann noch über Apps? Oder bereits über geopolitische Infrastruktur?
Wir sind längst in einer Phase, in der mentale Territorien kartiert werden.
Neue Frontlinien gezogen werden.
Digitale Schlachten geschlagen werden – erst unsichtbar, dann politisch.
Und das war nur Generation 1.
Generation 2 kommt: persönliche KI-Assistenten.
Psychologisch präziser als hundert Therapeut:innen gleichzeitig.
Verführerisch hilfreich - aber loyal nicht zu uns, sondern zu denen, die sie gebaut haben.
Wenn das geschieht, ist es zu spät.
Dann handelt die Masse pseudo-demokratisch genauso, wie es die Plattformarchitekten konfigurieren.
3. Warum wir jetzt handeln müssen
In drei Jahren sind Bundestagswahlen.
Die digitale Einflussnahme wird massiver sein als je zuvor.
Andere Länder kündigen bereits offen an, Social Media strategisch zu weaponisieren.
Wir können nicht warten.
4. Der Plan: Ein Tag Pause
Am 22.02.2026 gilt für mich:
Heute nicht.
Ein Tag Social-Media-Pause.
Eine freie Entscheidung.
Keine Posts. Keine Likes. Keine Ablenkung. Keine künstliche Aufregung.
Ein Selbsttest: Können wir uns noch entziehen?
Und ein Angebot an die, die es nicht mehr können: echte Gespräche, echte Nähe, echter Austausch.
5. Es ist nur ein Tag – aber er könnte der Anfang sein
Ein Tag Pause rettet nicht die Welt.
Aber er kann ein Signal senden.
Wir starten nicht mit Forderungen.
Wir starten mit Haltung.
Wir sammeln uns, bevor wir sprechen.
Wir schaffen ein neues Gewicht im Plattformgefüge.
Unsere Botschaft ist einfach:
Wir können wiederkommen.
Wir können wiederholen.
Und wir können wachsen.
Was wir wollen, entsteht im Gemeinsamen:
Ein digitales Miteinander, das nicht auf Maximierung, Manipulation oder ideologische Verzerrung optimiert ist.
Am Ende zählt nur eines:
Mit uns Nutzern könnt ihr rechnen.
Und wenn es sein muss – auch mit unserer Abwesenheit.
6. Warum das Ganze auch Kunst ist
Und dann bin ich ja auch noch Künstler. Aus dieser Perspektive verwandelt sich mein fantastischer Social Media Streik in etwas vollkommen anderes: in ein Konzeptkunstwerk. Kein Spektakel, keine Performance, keine Bühne – sondern ein gigantisches, dezentrales, unsichtbares Monument. Die Gesellschaft als Material. Die Zeit als Form. Der Verzicht als Geste.
Beuys würde grinsen.
Denn ein millionenfach wiederholter „Nichtakt“ ist kein Mangel, sondern ein Kunstgriff. Ein kollektives Aussetzen. Ein Atemzug der Zivilisation. Ein 24-stündiger Riss im Getriebe. Die Art von ästhetischer Irritation, die Systeme ins Stolpern bringt, weil sie mit so etwas nicht rechnen.
Ein Kunstwerk aus Millionen Mal Nichtstun.
Keine Inszenierung. Keine Einladung. Keine Aufforderung. Nur eine Idee, die sich vervielfältigt wie ein gedachter Impuls - Copy & Paste als künstlerische Methode, jede einzelne Durchführung gleichzeitig autonom und verbunden.
Das wäre fantastisch.
Mein fantastischer Social Media Streik.
24h – heute nicht. Am 22.2.26.
Aktuell: Australien's U16-Verbot. Eine Beurteilung durch Gemini, die Google-KI
Zusammenfassung: Das australische U16-Social-Media-Verbot und seine Bedeutung für Deutschland
Australien hat als erstes Land weltweit ein umfassendes Gesetz verabschiedet, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung großer Social-Media-Plattformen untersagt. Das Gesetz markiert einen internationalen Wendepunkt in der Debatte um Kinderschutz, digitale Teilhabe und die Verantwortung von Plattformbetreibern. Es trat am 10. Dezember 2025 in Kraft, nachdem das australische Parlament es Ende November 2024 verabschiedet hatte. Den Plattformen wurde eine Übergangsfrist von zwölf Monaten eingeräumt, um die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen umzusetzen.
Kern des Gesetzes ist nicht die Bestrafung von Kindern oder Eltern, sondern die Verlagerung der Verantwortung auf die Plattformbetreiber. Anbieter wie Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, X (Twitter) oder Reddit sind verpflichtet sicherzustellen, dass Personen unter 16 Jahren weder neue Konten anlegen noch bestehende Konten weiterführen können. Bei Verstößen drohen empfindliche Geldstrafen von bis zu rund 49,5 Millionen australischen Dollar. Damit setzt Australien bewusst auf ökonomischen Druck, um die Durchsetzung des Verbots zu gewährleisten.
Die australische Regierung begründet das Gesetz mit dem Schutz junger Menschen vor nachgewiesenen Online-Risiken. Dazu zählen psychische Belastungen, Suchtverhalten, Cybermobbing, problematische Schönheitsideale sowie eine zunehmende Abhängigkeit von algorithmisch gesteuerten Aufmerksamkeitsmechanismen. Die politische Argumentation lautet, dass Kinder und Jugendliche einem System ausgesetzt sind, das auf maximale Verweildauer und emotionale Aktivierung optimiert ist und dessen gesellschaftliche Folgen schneller wirken, als Politik und Regulierung bislang reagieren konnten.
Besonders umstritten ist die Frage der Altersverifikation. Australien verfügt über kein nationales digitales Identitätssystem, weshalb das Gesetz keine einheitliche, verpflichtende Ausweisprüfung vorschreibt. Stattdessen verlangt es von den Plattformen, „angemessene Schritte“ zu unternehmen, um das Alter der Nutzer zu überprüfen. In der Praxis führt dies zu einer Kombination aus KI-gestützten Altersabschätzungen, Verhaltensanalysen, Video-Selfie-Verfahren durch Drittanbieter sowie – in Ausnahmefällen – der Anforderung amtlicher Ausweisdokumente. Diese Herangehensweise ist bewusst flexibel gehalten, stößt jedoch auf erhebliche Kritik.
Die Hauptkritikpunkte betreffen die Genauigkeit der eingesetzten KI-Verfahren, den Datenschutz sowie die leichte Umgehbarkeit des Systems. Altersabschätzungen sind insbesondere im Grenzbereich zwischen 15 und 17 Jahren fehleranfällig. Gleichzeitig wirft die Verarbeitung biometrischer Daten wie Gesichtsmerkmale oder Verhaltensprofile erhebliche datenschutzrechtliche Fragen auf. Zudem besteht die reale Gefahr, dass Jugendliche das Verbot umgehen, indem sie falsche Geburtsdaten angeben, elterliche Konten nutzen oder auf kleinere, weniger regulierte Plattformen ausweichen. Erste Ausweichbewegungen hin zu alternativen Diensten oder zur Nutzung von VPNs wurden bereits beobachtet.
Trotz dieser Schwächen gilt das Gesetz als politisches Signal: Es definiert erstmals klar, dass der Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum höher gewichtet werden kann als das uneingeschränkte Wachstumsinteresse globaler Plattformen. Die Debatte in Australien ist entsprechend intensiv. Plattformbetreiber wie Reddit haben rechtliche Schritte eingeleitet und argumentieren, das Gesetz greife unverhältnismäßig in die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit ein. Befürworter halten dagegen, dass es sich nicht um Zensur, sondern um eine altersbezogene Schutzmaßnahme handelt, vergleichbar mit Regelungen in anderen Lebensbereichen.
Die Frage, ob ein ähnliches Gesetz in Deutschland möglich wäre, ist komplexer. Als Mitglied der Europäischen Union ist Deutschland an EU-Recht gebunden, insbesondere an den Digital Services Act (DSA) und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Der DSA stärkt zwar den Schutz von Minderjährigen, schreibt jedoch keine pauschale Altersgrenze für Social Media vor. Gleichzeitig enthält Artikel 8 der DSGVO bereits eine relevante Grundlage: In Deutschland dürfen personenbezogene Daten von Kindern unter 16 Jahren grundsätzlich nur mit Zustimmung der Eltern verarbeitet werden. Ein nationales Gesetz könnte an dieser Stelle ansetzen und die Anforderungen an eine verlässliche Altersverifikation deutlich verschärfen.
Technisch wäre Deutschland besser aufgestellt als Australien, da es bereits anerkannte Altersverifikationssysteme für jugendschutzrelevante Inhalte wie Glücksspiel oder pornografische Angebote gibt. Diese Systeme basieren häufig auf amtlichen Ausweisen oder zertifizierten Identitätsprüfungen. Zusätzlich arbeitet die EU an einer digitalen Identitätslösung, der sogenannten EU Digital Identity Wallet, die voraussichtlich ab Ende 2026 verfügbar sein soll. Sie könnte eine datensparsame Altersverifikation ermöglichen, bei der Plattformen lediglich erfahren, ob eine Person über oder unter einer bestimmten Altersgrenze liegt, ohne weitere persönliche Daten zu erhalten.
Politisch wäre ein solcher Schritt in Deutschland jedoch deutlich umstrittener als in Australien. Während dort ein parteiübergreifender Konsens erreicht wurde, stehen sich hierzulande Befürworter des Kinder- und Jugendschutzes und Kritiker einer möglichen Einschränkung digitaler Teilhabe gegenüber. Hinzu kommt die Sorge, dass ein nationales Alleingangsgesetz innerhalb der EU rechtlich angreifbar wäre oder zu Fragmentierung führen könnte.
Zeitlich ist davon auszugehen, dass ein vergleichbares Gesetz in Deutschland deutlich länger benötigen würde als in Australien. Allein der Gesetzgebungsprozess mit EU-Rechtsprüfung, parlamentarischen Beratungen, Expertenanhörungen und gesellschaftlicher Debatte würde realistisch zwischen eineinhalb und drei Jahren dauern. Hinzu käme eine Umsetzungsfrist für die Plattformen von mindestens einem Jahr. Insgesamt wäre daher von einem Zeitraum von etwa zweieinhalb bis vier Jahren von der politischen Initiative bis zum tatsächlichen Inkrafttreten auszugehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Das australische U16-Verbot ist weniger eine perfekte technische Lösung als ein politischer Paradigmenwechsel. Es verschiebt Verantwortung, setzt klare Grenzen und eröffnet eine internationale Debatte darüber, wie viel Schutz Kinder und Jugendliche im digitalen Raum benötigen – und wie viel Macht Gesellschaften bereit sind, Plattformen zu entziehen. Für Deutschland ist ein ähnlicher Weg grundsätzlich denkbar, aber rechtlich, technisch und politisch deutlich anspruchsvoller.
My Fantastic Social Media Strike – Text 1
My Fantastic Social Media Strike
A thought experiment combined with “doing nothing” – but with real-world effect.
And a self-test for everyone.
Gladly Copy & Paste.
My Fantastic Social Media Strike. 24 hours without social media.
Sounds banal, almost laughably simple but that’s exactly what interests me: Can we actually do it?
Honestly: I barely use social media. I’ve had a Facebook account for ten years and Instagram for two, but I use them almost exclusively for observation anthropological, not emotional.
I prefer reading. Or streaming. Yes, I even still watch linear television and think: “Two million people are watching exactly the same thing right now as I am.”
Social media usually bores me. I use the advantages and they are immense, from brilliant explainer videos to piano concerts but I identify trash quickly and switch off without a second thought.
So my Fantastic Social Media Strike won’t be difficult for me. I’m not doing it for myself. And yet, I am doing it for myself. Because I see how the environment around me changes. How people change. Everywhere. Because many simply can’t switch off anymore. They get stuck. On TikTok, on Shorts, inside the infinite-scroll machinery.
And this isn’t just about kids under 16 though they are especially exposed. They’re growing up in a world where things that were self-evident to me simply aren’t being learned anymore. Whoever organizes their life via apps may be smart in the moment but loses oversight. And I see that now across generations.
Then there’s the addiction. Yes, addiction. Especially among teenagers. I literally have to pull the smartphone out of their hands, because stopping otherwise doesn’t exist. They always start innocently and end up in Shorts. And there, honestly, I see things that reliably push me to the edge of nausea. Whether “real” influencers or AI-generated sludge.
Has nobody told them that you can read someone’s thinking in their language? Language doesn’t need to be complex but maybe a hint of sensitivity. A spark of reflection. Instead: perpetual puberty. Self-importance. Endless clips from people who apparently have infinite time to say nothing and proudly document it.
So I strike for societal reasons, not because of personal addiction. There’s nothing to fix in me. Although… AI is pretty great. It can save time but mostly it costs me more.
Great for fine-tuning, yes. But the good ideas, the important thoughts outside the pattern those I still have to produce myself. Otherwise everything becomes flat very quickly.
For now. That will change…
For years I’ve been hearing experts talk about the consequences: the polarization of entire societies. The hitting and kicking from behind the shield of anonymity. The escalation logic that has taken on a life of its own.
Anonymity isn’t it actually grossly negligent to let it continue like this?
Take Airbnb as an example. There, everyone has to verify their identity to protect all parties involved. Technically and formally, that’s not an issue. So why not the same for social media? It would be a small step with a big impact.
We need many small steps that’s realistic and can be implemented quickly. The big, all-encompassing solutions take far too long. That is either a failure of our politicians or wishful thinking.
One thing is clear: something has to change.
If laws can’t fix things fast enough, and they never do, then we users have to act. We have slipped into this stupification-machine because we behave the way we behave: uncritical, driven, hypnotized by swarm psychology. And we think fatalistically: I can’t change anything anyway.
But that’s the mistake:
We are the market. We are the clicks. The watchtime. The reach.
Our behavior IS the business model.
If we stop playing, the system tilts. Without advertising, no billion-dollar empire.
California and Shenzhen would notice. Much faster than Brussels could schedule a vote.
So we are not powerless. We are simply unorganized.
And then I imagine what happens if one million people do the same thing.
One million people decide, individually but simultaneously, to perform their own Fantastic Social Media Strike.
CopyPaste, but personally interpreted.
This becomes the first “union of users.”
Our only demand: 24 hours of nothing. A wonderfully pleasant measure to clear the mind. And an act of solidarity: those who can still disconnect help those who no longer can.
But are today’s platforms even just business models anymore? When platform CEOs stand shoulder to shoulder with governments? When the U.S. National Security Strategy explicitly mentions platform-based influence?
We are already in a phase where mental territories are being conquered.
New frontlines drawn. Digital battles fought first invisibly, then politically.
And this is only Generation 1.
Generation 2 is waiting: personal AI assistants.
Psychologically more precise than 100 therapists at once.
Seductive, helpful and loyal not to us, but to the ones who built them.
If that happens, it’s too late. Then the masses act pseudo-democratically exactly as configured by the platform lords.
So we need our own platforms. Quickly.
We don’t have to start from zero. Much exists already.
Signal instead of WhatsApp would be a start. The opposite is happening: more and more German companies are shifting their services and communication to WhatsApp. Zuckerberg analyzes and exploits all of this that must be made clear.
And yes, dear government: something that would be genuinely important, and which is currently approached far too timidly:
A few truly large, fast data centers in public ownership. So that startups here don’t constantly run into American infrastructure walls. It’s about digital sovereignty, not convenience. Money should not matter here. It is available, call it a special fund if you must. What do we spend money on in other areas that have far less relevance for our positive future? What good is the best road network if an AI dictates how we are supposed to live in the future?
AI is being underestimated. Again. Even if it stumbles for a year or two. The direction is clear. It wants to take over our thinking. Not out of malice, but because we believe — and/or are told — that we have to become more efficient. But that isn’t true. Efficiency does not make us happy. Quite the opposite.
We have three years until the next federal election. Anyone who doesn’t take this seriously has missed the last decade.
Why do I see all this so clearly? Because I was there when the digital wave began.
As a manager at AOL Germany. Back when AOL Inc. was the most valuable company in the world. I saw how quickly Americans embraced the new structures. Ten years before us.
And today I see there the escalation: rage. Division. The disappearance of the normal. Not because of rich-poor gaps. Those always existed.
No: this comes from the net. Subjective? Yes. But some subjective observations are too consistent to ignore.
And then I’m also an artist. From that perspective, my Fantastic Social Media Strike becomes something else: a piece of conceptual art. A gigantic, decentralized, invisible monument. Society as material. Beuys would smirk.
A work of art made of millions of acts of doing nothing.
That would be fantastic.
My Fantastic Social Media Strike.
24h – not today. On 2/22/26.
My Fantastic Social Media Strike – Text 2
“My Fantastic Social Media Strike”
A day of pause. A signal. Maybe the beginning.
1. Why I’m striking – and why it concerns everyone
This is not a strike in the traditional sense.
We are not taking to the streets.
We are not carrying signs.
We are not signing petitions.
What is emerging here is something else entirely:
My fantastic Social Media Strike begins with a simple confession:
Yes, I still read and watch the “old” legacy media – on paper and on screens. And yes, that makes this “strike” easy for me.
And yes, I’m not doing it for myself.
And yes, precisely because of that, I’m doing it for myself: because I want real communication and real journalism to survive – without someone in California or elsewhere pre-calculating our anger curves first.
And yes, social media and AI offer fantastic opportunities – for individuals, societies, perhaps even the whole world.
And yes, the “old” but far from outdated legacy media have been analyzing the structural failures of platforms for years, patiently and with admirable endurance.
And no – none of this has helped much so far.
On the contrary:
AI, deepfakes, and increasingly precise behavioral models accelerate the breakdown.
Small, loud groups inflate themselves into replacement-media for people unwilling to go deeper.
Entertaining? Sometimes.
Harmless? Not in the slightest.
Australia’s U16 ban reignited the debate. Good.
But from my perspective – an artist’s perspective, someone from the early digital generation – this debate remains grotesquely under-ambitious.
The facts have been on the table for years.
Repeating them does not make them more effective.
Because:
This isn’t just a U16 problem.
It’s an Ü16 problem – and especially Ü18.
The voters.
(See background information for more.)
The truth is painfully plain:
If we wait for politics, regulators, or platform corporations to solve this, it will be too late.
We users must act.
Not with moral manifestos or endless declarations.
But with radical simplicity:
Stop participating.
Do nothing.
One full day of complete exit.
My fantastic Social Media Strike is a self-test, a system check, a quiet stress test for your own digital autonomy:
Can I still stop?
For now: 24 hours. On a fixed day.
Longer if necessary.
Some will get through it effortlessly.
Others won’t.
And therein lies the diagnosis:
What does that say about us?
And then I imagine something:
What happens if one million people do the exact same thing?
One million personal decisions – but at the same moment.
One million versions of: “My Fantastic Social Media Strike.”
A day without scrolling.
Without swiping.
Without algorithmic world-interpretation.
2. How we take our power back
One million times “my fantastic Social Media Strike.”
That would be fantastic.
That would be power.
Not symbolic power.
Mathematical power.
Because platforms understand only one language:
user data and advertising revenue.
Not complaining.
Not yelling.
Not pointing at politicians.
We are the market.
We are the clicks.
We are the watchtime.
We are the business model.
When we stop playing, things change.
Without advertising, no billion-dollar empires.
And yes:
In California and Shenzhen, they would notice.
Much faster than Brussels can move a comma in a regulation.
We are not powerless.
We are just unorganized.
But now, with platform CEOs standing shoulder to shoulder with governments, another question emerges:
Is this even about business anymore?
If the national security strategy of the United States explicitly names social media as a tool of influence –
are we still talking about apps?
Or already about geopolitical infrastructure?
We are already in a phase where mental territories are mapped,
where new frontlines are drawn,
where digital battles are fought – first invisible, then political.
And that was only Generation 1.
Generation 2 is coming: personal AI assistants.
Psychologically more precise than a hundred therapists combined.
Seductively helpful – but loyal not to us,
only to those who built them.
Once that happens, it’s too late.
Then the masses act pseudo-democratically exactly as the platform architects configure.
3. Why we must act now
In three years, Germany will vote.
Digital influence will be stronger than ever before.
Other countries openly announce their intention to weaponize social media strategically.
We cannot wait.
We are the foundation these platforms stand on.
4. The Plan: One Day of Pause
On 22.02.2026, for me, the rule is:
Not today.
One day of social media silence.
A free personal decision.
No posts.
No likes.
No distraction.
No artificial agitation.
A self-test: Can we still step out?
And an offer to those who can’t anymore:
real conversations, real closeness, real exchange.
5. It’s only one day – but it could be the beginning
One day off will not save the world.
But it can send a signal.
We do not begin with demands.
We begin with posture.
We gather ourselves before we speak.
We shift the weight in the platform landscape.
Our message is simple:
We can return.
We can repeat.
We can grow.
What we want will emerge collectively:
A digital coexistence not optimized for maximization, manipulation, or ideological distortion –
but one that treats human connection as a possibility.
In the end, only one thing matters:
You can count on us users.
And if necessary –
you can count on our absence.
If you'd like, I can now also:
✓ refine tone (sharper / more poetic / more journalistic)
✓ create variants (more artistic, more political, more ironic)
✓ prepare the matching press release, summary, or art-piece version in English
Just say the word.
Hier ist dein zusätzlicher eigenständiger Kunst-Abschnitt, präzise ins Englische übertragen, im Ton der zweiten finalen Version: intellektuell lässig, klar, mit Kanten, nicht weichgespült – und als eigener Punkt mit eigener Überschrift formuliert.
6. The Art of Not Doing
And then, of course, I’m also an artist.
And from that perspective, My Fantastic Social Media Strike becomes something entirely different: a conceptual artwork. A gigantic, decentralized, invisible monument.
A sculpture made from society itself.
Beuys would absolutely grin.
A work of art built from millions of individual acts of not doing.
A 24-hour choreography of absence.
A collective pause that becomes form.
That would be fantastic.
My Fantastic Social Media Strike.
24h – not today. On 2.22.26.
Current: Australia’s under-16 ban. An assessment by Gemini, Google’s AI.
Summary: Australia’s Under-16 Social Media Ban and Its Relevance for Germany
Australia has become the first country in the world to pass a comprehensive law banning children and adolescents under the age of 16 from using major social media platforms. The legislation marks a significant turning point in the global debate on child protection, digital participation, and the responsibility of platform operators. The law came into force on December 10, 2025, following its adoption by the Australian Parliament in late November 2024. Social media companies were granted a twelve-month transition period to implement the necessary technical and organizational measures.
At the core of the law is a deliberate shift of responsibility. Rather than penalizing children or their parents, the legislation places full responsibility on platform operators. Companies such as Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, X (formerly Twitter), and Reddit are required to ensure that users under 16 can neither create nor maintain accounts. Non-compliance carries substantial financial penalties, with fines reaching up to approximately 49.5 million Australian dollars. Australia thus relies on strong economic incentives to enforce compliance.
The Australian government justifies the ban as a protective measure against well-documented online risks faced by young people. These include psychological distress, addictive behavior, cyberbullying, distorted body images, and growing dependence on algorithm-driven attention systems. The political argument is that children and adolescents are exposed to platforms optimized for maximum engagement and emotional stimulation, while the social consequences of these systems evolve faster than regulatory responses have so far been able to keep pace with.
The most controversial aspect of the law is age verification. Australia does not have a national digital identity system, and the legislation therefore does not mandate a uniform or strict ID-based verification process. Instead, it requires platforms to take “reasonable steps” to verify users’ ages. In practice, this has led to a combination of AI-based age estimation, behavioral analysis, video-selfie verification through third-party providers, and, in exceptional cases, the submission of official identification documents. This flexible approach was chosen deliberately but has drawn significant criticism.
Critics point to several weaknesses. AI-based age estimation is inherently imprecise, particularly for users in the 15-to-17 age range. The use of facial recognition and behavioral data raises serious data-protection and privacy concerns, as sensitive biometric information may be processed. Furthermore, the system is relatively easy to circumvent: teenagers may simply enter false birthdates, use their parents’ accounts, or migrate to smaller, less regulated platforms. Early signs of such displacement effects have already been observed, including the use of alternative platforms and VPN services.
Despite these shortcomings, the law is widely seen as a powerful political signal. It establishes, for the first time, that the protection of minors in the digital space can take precedence over the unrestricted growth interests of global platform companies. As a result, the public debate in Australia has been intense. Platforms such as Reddit have launched legal challenges, arguing that the law constitutes a disproportionate interference with freedom of expression and communication. Supporters counter that the measure is not censorship but a proportionate age-based safeguard comparable to protections applied in many other areas of society.
The question of whether a similar law could be implemented in Germany is significantly more complex. As a member of the European Union, Germany must comply with EU law, particularly the Digital Services Act (DSA) and the General Data Protection Regulation (GDPR). While the DSA strengthens protections for minors, it does not explicitly mandate a strict age-based ban on social media. However, Article 8 of the GDPR already provides a relevant legal foundation: in Germany, children under 16 generally require parental consent for the processing of their personal data. A national law could build on this provision by substantially tightening requirements for reliable age verification.
From a technical perspective, Germany may be better positioned than Australia. The country already uses certified age-verification systems for youth-protection-relevant content such as gambling or adult material, often based on official identification. In addition, the European Union is developing the EU Digital Identity Wallet, expected to become available in late 2026. This system could enable privacy-preserving age verification, allowing platforms to receive only a binary confirmation (over or under a certain age) without accessing sensitive personal data.
Politically, however, such a move would likely be far more contentious in Germany than in Australia. While the Australian law was passed with broad cross-party support, the German debate is polarized. Proponents emphasize child and youth protection, while critics warn of restrictions on digital participation, potential overreach, and the risk of pushing young users toward unregulated platforms. There are also concerns about the legal viability of a national solution within the EU framework and the danger of regulatory fragmentation.
In terms of timing, a comparable law in Germany would almost certainly take longer to implement than in Australia. The legislative process alone — including EU compatibility checks, parliamentary deliberations, expert hearings, and public debate — would realistically take between one and a half and three years. This would likely be followed by an implementation period of at least twelve months to allow platforms to develop and deploy compliant age-verification systems. Overall, a timeframe of approximately two and a half to four years from political initiative to full enforcement appears realistic.
In conclusion, Australia’s under-16 social media ban is less a technically perfect solution than a fundamental political shift. It reassigns responsibility, sets clear boundaries, and opens an international debate about how much protection children and adolescents need in the digital sphere — and how much power societies are willing to reclaim from global platforms. While a similar approach in Germany is conceivable, it would face significantly greater legal, technical, and political challenges.



Warum ist ein Social-Media-Break Day nötig?
Die digitale Öffentlichkeit hat sich in den letzten Jahren radikal verändert. Was einmal Diskursraum war, ist vielerorts zu einem Hochleistungsbetrieb für Empörung, Manipulation und Ablenkung geworden. Besonders junge Menschen geraten dabei in eine Abhängigkeit, die wir als Gesellschaft nicht mehr ignorieren können: endlose Feeds, aggressive Empfehlungsalgorithmen, KI-generierte Reizüberflutung und immer kürzere Aufmerksamkeitsspannen.
Gleichzeitig sinkt die Qualität der Inhalte rasant. Immer mehr „Shorts“, „Reels“ und KI-Clips arbeiten mit emotionaler Übersteuerung, falschen Fakten, Hetze oder schlichter Banalität – und prägen damit Meinungsbildung, Selbstwertgefühl und politische Wahrnehmung. Was wir sehen, fühlen und glauben, wird nicht mehr von unserer eigenen Urteilskraft bestimmt, sondern von Plattformen, die unsere Zeit und Aufmerksamkeit maximal ausbeuten.
Ein Break Day setzt ein Signal: Wir wollen digitale Räume, die uns informieren statt manipulieren – die verbinden statt spalten – die stärken statt süchtig machen. Ein Tag kollektiver Stille zeigt, dass wir diese Systeme nicht ohnmächtig hinnehmen müssen. Und dass echte Kommunikation, echte Begegnung und echte Aufmerksamkeit immer noch möglich sind.
Kurz: Ein Social-Media-Break Day ist nötig, weil wir unsere digitale Selbstbestimmung zurückerobern müssen – gemeinsam, sichtbar und friedlich.
Wie der Social-Media-Warnstreik abläuft
1. Die Ankündigung verbreiten
Prominente Stimmen machen den Anfang: Jede*r liefert einen kurzen Satz, warum ein digitaler Ruhetag wichtig ist. Diese Statements werden veröffentlicht und sorgen dafür, dass der Streik überhaupt „sichtbar“ wird, bevor er unsichtbar wird.
2. Multiplikatoren einbeziehen
Die Zitate gehen direkt an Unternehmen, Medienhäuser, Telekommunikationsanbieter, Hoster, Kulturbetriebe und zivilgesellschaftliche Gruppen. Mit einer klaren Bitte: Unterstützt die Aktion, redet darüber, teilt den Gedanken eines Tages digitaler Stille.
3. Die Welle bauen
Alle, die die Idee stark finden, helfen mit: Sie sagen Freunden, Familien, Kolleginnen, Teams, Vereinen Bescheid. Jede Weitergabe erzeugt mehr Reichweite und je früher die Information kreist, desto größer der Effekt.
5. Freiwillige Beteiligung stärken
Der Streiktag selbst ist radikal einfach: Mitmachen heißt einen Tag lang offline bleiben. Keine App, kein Feed, kein Scrollen. Ein kollektives Innehalten als bewusstes Zeichen.
8. Das Signal senden
Je mehr Menschen sich beteiligen, desto klarer wird die Botschaft: Wir können uns wehren. Wir sind nicht ohnmächtig gegenüber Plattformen und Algorithmen. Und wir erwarten Veränderung.
Wer organisiert das?
Koy Bendull ist der Initiator des Social-Media-Warnstreiks, einer Initiative, die zeigen soll, dass kollektives Nutzerverhalten schneller Wirkung entfalten kann als langwierige regulatorische Prozesse.
Obwohl Bendull keine eigene öffentliche Reichweite besitzt, betrachtet er dies nicht als Hürde. Erfolg begann schon oft in Garagen. Er hat ein Format entwickelt, das erste gezielte Aktivitäten ermöglicht: kurze persönliche Statements prominenter Unterstützerinnen und Unterstützer. Statt einer bloßen Unterschrift entsteht so ein eigener inhaltlicher Beitrag. Dieses Vorgehen ist zunächst schlank umsetzbar und kann, strategisch gebündelt, schnell an Multiplikatoren weitergegeben werden, wo es zusätzliche Sichtbarkeit und Gewicht entfaltet.
Bendull studierte Wirtschaft mit Informatik und arbeitete in den frühen Jahren des Internets, den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren, unter anderem in leitender Funktion bei AOL Deutschland, wo er die erste Generation digitaler Plattformen unmittelbar miterlebte. In dieser Zeit entwickelte er ein tiefes Verständnis dafür, wie Plattformlogiken entstehen und Nutzerverhalten formen.
Heute ist er als Konzeptkünstler tätig und beschäftigt sich mit den kulturellen und gesellschaftlichen Folgen digitaler Medien. Seine zentrale Beobachtung: Die früheren Leitmedien haben ihre Rolle verloren. Social-Media-Plattformen sind zu den neuen Leitmedien geworden – direkter, intensiver und tiefgreifender in ihrer Wirkung auf jeden einzelnen Menschen. Eine Entwicklung, deren Tragweite vielen politischen Akteuren noch immer nicht vollständig bewusst ist und die sie trotz Bemühungen kaum souverän bespielen können.
Bendull: „Am meisten hat mich schockiert, wie schnell meine Kinder nach einem qualitativ guten Start bei Shorts gelandet sind, die kaum noch Inhalt hatten. Lautstarke Diskussionen, leere Themen, immer schneller, immer schriller. Ich liebe Literatur – und höre meine Kinder plötzlich Wörter benutzen, die aus einer Kultur der gegenseitigen Abwertung kommen. Da merkt man, wie stark Empfehlungsmechanismen wirken und wie wenig anspruchsvolle Inhalte dagegen ankommen.“
Aus all dem leitet sich ein zentraler Gedanke des Social-Media-Warnstreiks ab:
Wer schnell Wirkung erzielen will, muss dort ansetzen, wo Plattformen unmittelbar verletzbar sind: beim Nutzerverhalten.
„Nutzung ist ihr Geschäftsmodell. Wenn viele Menschen sich bewusst entziehen, entsteht sofort Druck.“
Bendulls Ansatz lautet daher:
Erst Gewicht schaffen – dann fordern.
Der Social-Media-Warnstreik ist als niedrigschwellige, kollektive Intervention gedacht, die zeigt, dass Nutzerinnen und Nutzer selbst über Einfluss verfügen, wenn sie ihr Verhalten abstimmen.
Bendull versteht sich dabei nicht als Aktivist, sondern als Impulsgeber. Die Initiative soll wachsen, sich öffnen und von den Menschen getragen werden, die sich ihr anschließen.
Why is a Social Media Break Day necessary?
The digital public sphere has radically changed in recent years. What was once a space for discourse has in many places become a high-performance machine for outrage, manipulation, and distraction. Young people in particular are slipping into a form of dependency that we as a society can no longer ignore: endless feeds, aggressive recommendation algorithms, AI-generated sensory overload, and ever-shorter attention spans.
At the same time, the quality of content is declining rapidly. Increasingly, “shorts,” “reels,” and AI-generated clips rely on emotional overdrive, false facts, hate speech, or sheer triviality and in doing so, they shape opinion-forming, self-esteem, and political perception. What we see, feel, and believe is no longer guided by our own judgment, but by platforms that exploit our time and attention to the maximum.
A Break Day sends a message: we want digital spaces that inform rather than manipulate that connect rather than divide that empower rather than addict. A day of collective silence shows that we do not have to accept these systems helplessly. And it shows that real communication, real connection, and real attention are still possible.
In short: a Social Media Break Day is necessary because we must reclaim our digital self-determination: together, visibly, and peacefully.
How the social media warning strike works
1. Spread the announcement
Prominent voices lead the way: each person provides a short statement on why a digital day of rest matters. These statements are published and ensure that the strike becomes “visible” before it becomes invisible.
2. Involve multipliers
The quotes are sent directly to companies, media organizations, telecommunications providers, hosting services, cultural institutions, and civil-society groups. With one clear request: support the action, talk about it, share the idea of a day of digital silence.
3. Build the wave
Everyone who believes in the idea helps: they inform friends, family, colleagues, teams, and clubs. Every share increases reach and the earlier the information circulates, the stronger the effect.
5. Strengthen voluntary participation
The strike day itself is radically simple: participating means staying offline for one day. No apps, no feeds, no scrolling. A collective pause as a conscious signal.
8. Send the signal
The more people take part, the clearer the message becomes: we can push back. We are not powerless against platforms and algorithms. And we expect change.
Who is organizing the initiative?
Koy Bendull is the initiator of the Social Media Warning Strike, an initiative designed to demonstrate that collective user behavior can have a faster impact than lengthy regulatory processes.
Although Bendull has no public reach of his own, he does not regard this as an obstacle. Many successful initiatives, he notes, began in garages. He has developed a format that enables the first targeted activities: short personal statements from prominent supporters. Instead of a simple signature, each statement becomes a meaningful contribution. This approach is easy to implement at a small scale and, when strategically bundled, can be quickly shared with multipliers—where it gains visibility and weight.
Bendull studied economics with a focus on informatics and worked in the early years of the internet—during the late 1990s and early 2000s—including in a senior role at AOL Germany, where he witnessed the first generation of digital platforms firsthand. During this period, he developed a deep understanding of how platform logics emerge and how they shape user behavior.
Today, he works as a concept artist, focusing on the cultural and societal implications of digital media. His central observation: traditional media have lost their former role. Social media platforms have become the new primary media—more direct, more intense, and more influential in shaping individuals’ perceptions and behavior. It is a development whose full implications many political actors still underestimate and which they struggle to navigate effectively.
Bendull: “What shocked me most was how quickly my children, after starting with high-quality content, ended up in Shorts that contained almost no substance. Loud discussions, empty themes—faster, shriller, always escalating. I love literature, and suddenly I hear my children using words that come from a culture of mutual belittlement. It shows how powerful recommendation mechanisms are and how little space thoughtful content has to compete.”
From these observations emerges the central idea of the Social Media Warning Strike:
Anyone who wants rapid impact must act where platforms are most vulnerable: user behavior.
“Usage is their business model. When many people deliberately withdraw, pressure arises immediately.”
Bendull’s approach is therefore:
First build weight—then formulate demands.
The Social Media Warning Strike is intended as a low-threshold, collective intervention that demonstrates that users can exert real influence when they coordinate their behavior.
Bendull does not see himself as an activist, but as a catalyst. The initiative is meant to grow, remain open, and be shaped by the people who choose to join it.
Rechtlicher Hinweis / Disclaimer
Dieser Aufruf stellt
keinen Streik im arbeitsrechtlichen Sinne dar.
Er richtet sich
nicht an Arbeitnehmer:innen und fordert
nicht zur Arbeitsverweigerung gegenüber Arbeitgebern auf.
Die geplante Aktion ist eine freiwillige, private, zivilgesellschaftliche Meinungsäußerung – vergleichbar mit einer Demonstration oder einem Aktionstag. Jede Teilnahme erfolgt eigenverantwortlich und außerhalb bestehender Arbeits- oder Schulpflichten.
Es werden keine rechtlichen Verpflichtungen verletzt, und es wird nicht zu rechtswidrigem Verhalten aufgerufen.
Weder technische Eingriffe noch Blockaden von Diensten oder Plattformen sind Teil des Vorschlags.
Ziel der Aktion ist es ausschließlich, auf gesellschaftliche Risiken digitaler Abhängigkeit hinzuweisen und eine öffentliche Debatte anzuregen.
This call does not constitute a strike in the legal sense of labor law.
It is not directed at employees and does not call for any refusal to work toward employers.
The planned action is a voluntary, private, civil-society expression of opinion—comparable to a demonstration or a day of action. Participation is entirely voluntary, carried out under one’s own responsibility, and outside of any existing work or school obligations.
No legal obligations are violated, and there is no call for unlawful behavior.
Neither technical interventions nor blockades of services or platforms are part of this proposal.
The sole aim of the action is to draw attention to the societal risks of digital dependency and to stimulate public debate.


